n8n oder Make: Welches Tool passt zu Ihrem Unternehmen?
n8n vs. Make: n8n passt, wenn Daten auf eigenen Servern bleiben sollen, Abläufe viele Schritte haben oder KI-Agenten dazukommen. Make passt, wenn niemand einen Server betreuen soll und die fertigen Bausteine reichen. Wir sagen Ihnen, was in Ihrem Fall passt. Stand: September 2026.
Worin unterscheiden sich n8n und Make?
| Merkmal | n8n | Make |
|---|---|---|
| Betrieb | in der Cloud von n8n oder auf eigenen Servern | nur in der Cloud von Make |
| Quellcode | offen einsehbar (fair-code) | nicht offen |
| Wo die Daten liegen | beim Selbstbetrieb in Ihrer Infrastruktur, in der Cloud von n8n auf Servern in Frankfurt | in der Cloud von Make, Rechenzentrum EU oder USA beim Anlegen wählbar |
| Abrechnung | Cloud: nach Ausführungen, ein Durchlauf zählt einmal, egal wie viele Schritte. Selbst betrieben: Community Edition ohne Lizenzgebühr | nach Credits: jeder Schritt zählt, pro verarbeitetem Datensatz |
| Eigener Code | JavaScript und Python in allen Editionen, eigene Nodes | JavaScript und Python ab dem ersten bezahlten Tarif, Rechenzeit kostet Credits; eigene Apps in allen Tarifen |
| KI | KI-Agenten als Baustein, lokal betriebene Modelle über Ollama anbindbar | KI-Agenten (Beta), Modelle von OpenAI und Anthropic, lokale Modelle nicht vorgesehen |
| Integrationen | über 500 eingebaute (Angabe n8n), dazu Community-Erweiterungen | über 3.000 Apps (Angabe Make) |
| Einstieg | etwas technischer, gut für Teams mit IT in der Nähe | visueller Editor, schneller Einstieg ohne IT |
Stand: September 2026. Tarife und Funktionen ändern sich, maßgeblich sind die Angaben der Anbieter.
Was kosten n8n und Make?
Der größte Unterschied liegt nicht im Preis pro Monat, sondern darin, was gezählt wird. Make rechnet in Credits ab: Jeder Schritt eines Szenarios zählt, und zwar für jeden Datensatz, den er verarbeitet. KI-Bausteine und eigener Code kosten mehr als einen Credit. n8n rechnet in der Cloud nach Ausführungen ab: Ein Durchlauf zählt einmal, egal wie viele Schritte der Workflow hat. Selbst betrieben kostet die Community Edition von n8n keine Lizenzgebühr, dafür zahlen Sie Server und Betrieb.
Ein Ablauf mit zehn Schritten verarbeitet 1.000 Datensätze im Monat. Bei Make sind das rund 10.000 Credits, das ganze Monatsvolumen eines Einstiegstarifs. In der n8n Cloud sind es 1.000 Ausführungen, weniger als die 2.500 im kleinsten Tarif.
| Kriterium | n8n Cloud | Make |
|---|---|---|
| kostenlos | Community Edition, selbst betrieben | bis 1.000 Credits pro Monat |
| kleinster bezahlter Tarif | Starter: 20 € pro Monat bei jährlicher Zahlung, 2.500 Ausführungen | Core: ab einem niedrigen zweistelligen Dollarbetrag pro Monat für 10.000 Credits, Preis je nach Land |
| nächster Tarif | Pro: 50 € pro Monat bei jährlicher Zahlung, 10.000 Ausführungen | Pro: 10.000 Credits, mit mehr Funktionen |
Was n8n selbst betrieben im Monat kostet, steht auf der Seite n8n Kosten.
Stand: September 2026. Maßgeblich sind die Preisseiten von n8n und Make.
Wo laufen unsere Daten?
n8n können Sie auf eigenen Servern betreiben, im eigenen Rechenzentrum oder bei einem Hoster in Deutschland. Dann verlassen die Daten Ihre Infrastruktur nur dort, wo ein Workflow sie bewusst an einen anderen Dienst schickt. Die Cloud von n8n speichert die Daten auf Servern in Frankfurt. Make bietet nur Cloud-Betrieb an. Beim Anlegen wählen Sie ein Rechenzentrum in der EU oder in den USA, in den üblichen Tarifen steht es in der EU in Irland, in Deutschland nur im Enterprise-Tarif.
Beim Selbstbetrieb brauchen Sie jemanden, der Server, Updates und Sicherungen übernimmt, im eigenen Team oder bei einem Dienstleister. Das ist der Preis für die Kontrolle über die Daten.
Ob ein Werkzeug DSGVO-konform genutzt werden kann, hängt von Vertrag, Datenstandort und Ihrem Ablauf ab. Das ist keine Rechtsberatung.
Was können n8n und Make mit KI?
In n8n ist ein KI-Agent ein Baustein im Workflow: Er bekommt eine Aufgabe, entscheidet selbst, welche Werkzeuge er nutzt, und gibt das Ergebnis an den nächsten Schritt weiter. Anbinden lassen sich die Modelle großer Anbieter und Modelle, die Sie selbst betreiben, etwa über Ollama. So bleiben auch die Daten, die ein Modell sieht, in Ihrer Infrastruktur.
Make bietet KI-Bausteine und, noch als Beta, KI-Agenten. Die Modelle kommen von OpenAI und Anthropic, in bezahlten Tarifen auch mit Ihrem eigenen Schlüssel. Selbst betriebene Modelle sind nicht vorgesehen. Für KI-Schritte mit unkritischen Daten reicht das oft. Sollen interne Dokumente oder Kundendaten durch ein Modell laufen, ist n8n mit einem eigenen Modell die Variante, bei der die Daten im Haus bleiben.
Welches Werkzeug passt zu uns?
Make ist die bessere Wahl, wenn
- niemand in Ihrem Unternehmen einen Server betreuen soll,
- Ihre Abläufe überschaubar sind und die fertigen Bausteine für Ihre Anwendungen reichen,
- die Daten unkritisch sind und in einer Cloud liegen dürfen.
n8n ist die bessere Wahl, wenn
- Daten auf eigenen Servern oder bei einem Hoster in Deutschland bleiben sollen,
- Abläufe viele Schritte haben oder oft laufen, sodass die Abrechnung pro Schritt teuer wird,
- eigene Logik oder KI-Agenten mit eigenen Modellen dazukommen.
Und wenn an einem Ablauf Umsatz, Pflichten oder viele Sonderfälle hängen, bauen wir ihn als eigenen Code. Oft ist es beides nacheinander: erst n8n, später eigener Code für die Teile, die es brauchen.
Wie aufwendig ist der Wechsel?
Einen offiziellen Import von Make-Szenarien in n8n gibt es nicht, die Workflows werden neu aufgebaut. Das hat einen Vorteil: Dabei lässt sich die Logik oft vereinfachen. Der Aufwand hängt von der Zahl der Szenarien und ihren Sonderfällen ab. So gehen wir vor:
Bestandsaufnahme
Wir listen Ihre Szenarien auf: was sie tun, wie oft sie laufen, welche Anwendungen sie verbinden.
Reihenfolge
Zuerst die Abläufe, bei denen der Wechsel am meisten bringt, etwa wegen Datenschutz oder Kosten.
Neu aufbauen
Wir bauen die Workflows in n8n auf und testen sie mit echten Daten.
Parallel laufen lassen
Alter und neuer Ablauf laufen eine Zeit lang nebeneinander, bis die Ergebnisse übereinstimmen.
Umschalten
Erst dann schalten Sie das Szenario in Make ab.
Den Aufwand schätzen wir nach der Bestandsaufnahme, vorher nennen wir keine Zahl.
Häufige Fragen
Make oder n8n: Was ist besser?
Das hängt davon ab, wo Ihre Daten liegen sollen und wie Ihre Abläufe aussehen. n8n passt, wenn Daten auf eigenen Servern bleiben sollen, Abläufe viele Schritte haben oder KI-Agenten dazukommen. Make passt, wenn niemand einen Server betreuen soll und die Abläufe überschaubar sind.
Was kostet n8n im Vergleich zu Make?
Make rechnet in Credits jeden Schritt eines Szenarios ab, n8n in der Cloud jede Ausführung eines ganzen Workflows. Bei Abläufen mit vielen Schritten wird Make deshalb schneller teurer. Die n8n Cloud beginnt bei 20 € pro Monat bei jährlicher Zahlung, Make hat einen kostenlosen Einstieg mit 1.000 Credits. Selbst betrieben kostet die Community Edition von n8n keine Lizenzgebühr, dafür zahlen Sie Server und Betrieb. Stand: September 2026.
Kann man n8n selbst hosten, Make auch?
n8n ja, auf eigenen Servern oder bei einem Hoster Ihrer Wahl. Make bietet nur Cloud-Betrieb an, mit Rechenzentrum in der EU oder den USA.
Wie aufwendig ist der Wechsel von Make zu n8n?
Die Szenarien werden in n8n neu aufgebaut. Wie viel Arbeit das ist, hängt von der Zahl der Szenarien und ihren Sonderfällen ab. Wir beginnen mit einer Bestandsaufnahme und lassen alte und neue Abläufe eine Zeit lang parallel laufen.
Ist n8n Open Source?
Nicht im Sinne der Open Source Initiative. n8n steht unter der Sustainable Use License, einer fair-code-Lizenz: Der Quellcode ist offen einsehbar, und Unternehmen dürfen n8n für eigene Zwecke selbst betreiben. Eingeschränkt ist vor allem, n8n als Dienst an Dritte weiterzuverkaufen.
Weitere Vergleiche
Welche Abläufe wollen Sie automatisieren, und wo sollen die Daten liegen?
30 Minuten mit Daniel Neumann, kostenlos, per Video. Wir sprechen über Ihr Vorhaben und geben Ihnen Feedback, wie wir es lösen würden.
Nächste freie Termine mit Daniel