Technische Schuld sichtbar machen
Bevor wir etwas anfassen, machen wir die technische Schuld messbar: veraltete Abhängigkeiten, riskante Code-Stellen, fehlende Tests. So wird aus einem diffusen "das ist alt" eine priorisierbare Liste.
Ihr Altsystem trägt seit Jahren das Geschäft, wirkt aber technisch aus der Zeit gefallen: veraltete Frameworks, kaum noch verfügbare Fachkräfte, ein wachsender Berg an Wartungsstau. Wir lösen das ab, was hakt - Stück für Stück, im laufenden Betrieb und ohne die riskante Komplettneuentwicklung.
Ein in die Jahre gekommenes System komplett neu zu bauen klingt nach einem sauberen Schnitt. In der Praxis ist es der teuerste und riskanteste Weg von allen.
Bei einem Neubau zahlen Sie erneut für Funktionen, die längst laufen, und verlieren das über Jahre im Code gewachsene Fachwissen. Während die Neuentwicklung läuft, muss das alte System parallel weiter gepflegt werden - Sie tragen also doppelte Kosten und das volle Umstellungsrisiko. Viele dieser Projekte werden länger und teurer als geplant, und am Ende steht ein System, das dieselben Aufgaben erledigt wie zuvor.
Das eigentliche Problem ist meist ein anderes: veraltete Technik, für die es kaum noch Fachkräfte gibt, und aufgelaufene technische Schuld - Abkürzungen und Provisorien aus der Vergangenheit, die jede Änderung heute langsam und fehleranfällig machen. Der Fachbegriff für das schrittweise Anheben eines Bestandssystems auf einen tragfähigen Stand ist Anwendungsmodernisierung: Sie behalten den funktionierenden Kern und tauschen gezielt das aus, was Sie ausbremst.
Genau das ist der Kern der Legacy-Modernisierung. Sie muss kein Big Bang sein. Sollte die Analyse ausnahmsweise zeigen, dass ein Neubau doch günstiger und sinnvoller ist, sagen wir das offen. Der Regelfall aber lautet: ablösen statt wegwerfen.
Wo ein Altsystem klemmt, ist meist gut eingrenzbar. An diesen vier Stellen setzen wir an - in beliebiger Reihenfolge, immer schrittweise.
Bevor wir etwas anfassen, machen wir die technische Schuld messbar: veraltete Abhängigkeiten, riskante Code-Stellen, fehlende Tests. So wird aus einem diffusen "das ist alt" eine priorisierbare Liste.
Mit dem Strangler-Pattern legen wir das Neue neben das Alte und leiten Funktion für Funktion um, bis der alte Baustein leer läuft und entfernt werden kann - ohne dass das System je stillsteht.
Wo der Code selbst der Bremsklotz ist, verbessern wir seine Struktur per Refactoring, ohne das Verhalten zu ändern. Automatisierte Tests sichern jeden Schritt ab, sodass nichts unbemerkt kaputtgeht.
Oft steckt entscheidendes Wissen nur in den Köpfen weniger Personen. Wir dokumentieren es beim Ablösen mit, decken es durch Tests ab und machen so aus stillem Erfahrungswissen nachvollziehbaren, wartbaren Code.
Wir starten mit Verstehen, nicht mit Umbauen. Erst wenn klar ist, was Risiko birgt und was Nutzen bringt, wird etwas ersetzt.
Wir nehmen den technischen Stand auf: eingesetzte Frameworks und ihr Support-Status, technische Schuld, Sicherheitslücken und die Stellen, an denen Wissen nur an Einzelnen hängt. Das Ergebnis ist eine ehrliche Landkarte Ihres Altsystems.
Gemeinsam legen wir fest, welche Bausteine zuerst abgelöst werden - dort, wo Risiko und Aufwand am günstigsten zueinanderstehen. Wir ziehen saubere Schnittkanten, damit sich Alt und Neu über klare Schnittstellen ablösen lassen, oft angelehnt an eine Microservices-Architektur oder eine Integrationsplattform.
Baustein für Baustein leiten wir Funktionen auf die neue Umsetzung um, jeweils abgesichert durch Tests. Das System bleibt durchgehend produktiv, jeder Schritt ist überschaubar und im Zweifel rücknehmbar - so bleiben Risiko und Ausfallzeit klein.
Legacy-Modernisierung ist kein einmaliges Projekt, das danach wieder veraltet. Der modernisierte Stand geht fließend in laufende Pflege über - ein gepflegter Zustand statt des nächsten Wartungsstaus.
In den meisten Fällen nicht. Ein funktionierendes System trägt jahrelanges Fachwissen und läuft im Betrieb - das wegzuwerfen ist teuer und riskant. Wir lösen veraltete Teile schrittweise nach dem Strangler-Pattern ab und sichern jeden Schritt mit Tests. Nur wenn die Analyse klar zeigt, dass ein Neubau günstiger und sinnvoller ist, empfehlen wir ihn - und sagen das offen.
Beim Strangler-Pattern wird das Neue neben das Alte gestellt und Funktion für Funktion umgeleitet, bis der alte Baustein nicht mehr gebraucht wird und entfernt werden kann. Der Vorteil: Das System bleibt durchgehend produktiv, jeder Schritt ist überschaubar und rücknehmbar. Ein Big-Bang-Umstieg mit tagelangem Stillstand entfällt.
Technische Schuld sind Abkürzungen und Provisorien aus der Vergangenheit, die jede heutige Änderung langsam und fehleranfällig machen - veraltete Abhängigkeiten, fehlende Tests, verschachtelter Code. Wir machen sie zuerst messbar und priorisierbar, damit Sie sehen, wo der Abbau den größten Nutzen bringt, statt blind alles umzubauen.
Ja. Wir arbeiten schrittweise und am laufenden Betrieb vorbei: alte Bausteine werden nach und nach durch neue ersetzt, während das System produktiv bleibt. Automatisierte Tests dienen als Sicherheitsnetz, sodass jede Änderung nachvollziehbar und im Zweifel rücknehmbar ist.
Das ist ein häufiges Risiko. Wir fangen den drohenden Wissensverlust auf, indem wir das Verhalten des Systems beim Ablösen dokumentieren und mit Tests absichern. So wandert Erfahrungswissen, das bislang nur in einzelnen Köpfen steckt, in nachvollziehbaren und wartbaren Code.
Lassen Sie uns Ihr Altsystem gemeinsam anschauen und einen risikoarmen Weg finden, es Schritt für Schritt auf einen tragfähigen Stand zu heben - ohne teuren Neubau.