KMU-Definition - wann ein Unternehmen als klein oder mittel gilt
Die EU-KMU-Definition legt über Beschäftigtenzahl, Umsatz und Bilanzsumme fest, ob ein Unternehmen kleinst, klein oder mittel ist - wichtig für Förderungen.
Ob ein Unternehmen Anspruch auf eine bestimmte Förderung hat, hängt oft davon ab, ob es als kleines oder mittleres Unternehmen (KMU) gilt. Maßgeblich ist die einheitliche Definition der Europäischen Union aus Anhang I der Verordnung (EU) Nr. 651/2014. Sie stützt sich auf drei Kennzahlen: die Zahl der Beschäftigten, den Jahresumsatz und die Bilanzsumme.
Die drei Größenklassen
- Kleinstunternehmen: weniger als 10 Beschäftigte und höchstens 2 Mio. EUR Jahresumsatz oder Bilanzsumme.
- Kleines Unternehmen: weniger als 50 Beschäftigte und höchstens 10 Mio. EUR Jahresumsatz oder Bilanzsumme.
- Mittleres Unternehmen: weniger als 250 Beschäftigte und höchstens 50 Mio. EUR Jahresumsatz oder höchstens 43 Mio. EUR Bilanzsumme.
Die Beschäftigtenzahl ist dabei immer bindend. Bei den finanziellen Kennzahlen genügt es, wenn entweder der Umsatz- oder der Bilanzwert eingehalten wird.
Partner- und verbundene Unternehmen
Ein häufiger Fehler ist, nur die eigene Firma zu betrachten. Die EU-Definition zählt Beteiligungen anteilig mit: Bei Partnerunternehmen (Beteiligung ab 25 %) und verbundenen Unternehmen (in der Regel Mehrheitsbeteiligung) werden Beschäftigte und Finanzwerte anteilig bzw. vollständig hinzugerechnet. Ein für sich kleines Unternehmen kann so durch einen großen Gesellschafter aus dem KMU-Status fallen.
Warum die Einstufung zählt
Viele Programme sind KMU vorbehalten oder gewähren ihnen bessere Konditionen. Der Digitalbonus Bayern etwa richtet sich an KMU mit weniger als 50 Mitarbeitenden. Auch bei der Forschungszulage profitieren KMU von einem höheren Fördersatz. Die korrekte Einstufung ist damit die Eintrittskarte - und beeinflusst indirekt die Förderquote.
KMU-Projekte bei Elasticbrains
Elasticbrains ist der technische Umsetzungspartner geförderter Digitalisierungs- und KI-Projekte und keine Förder- oder Rechtsberatung. Die verbindliche Einstufung Ihres Unternehmens - inklusive Partner- und verbundener Unternehmen - klären Sie mit der Bewilligungsstelle, einem Förderberater oder über foerderdatenbank.de. Gefördertes Digitalisierungsprojekt umsetzen.
Häufige Fragen
Wann gilt ein Unternehmen als KMU?
Was ist ein Kleinstunternehmen?
Zählen Beteiligungen bei der KMU-Einstufung mit?
Warum ist die KMU-Einstufung für Förderungen wichtig?
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